Satanische Rituale der Regierungen

Satanistische Rituale

Bei Johannes Jürgenson

 

Was hat das denn nun mit Bewußtseinskontrolle zu tun? – werden Sie mich jetzt fragen. Leider eine ganze Menge. Fassen wir einmal zusammen, was der Durch­schnittsbürger über Satanismus weiß: so gut wie nichts. Offenbar gibt es da ein paar Perverse oder ,,Durchge­knallte“, die schwarze Kapuzen tragen, nachts auf Friedhofen Hühner schlachten und unter Drogen abartige sexuelle Praktiken bevorzugen. So weit – so seltsam. Natürlich gibt es solche Freizeitsatanisten und Hobbyhexen und die Meinungen darüber  sind geteilt. Das Grundgesetz erlaubt solche Dinge unter dem Titel ,,Religionsfreiheit“, Solange keine Straftaten verübt werden.

 

Dann gibt es, vor allem in Afrika, Brasilien  und der Karibik, zahlreiche Kulte wie Voodoo oder Condamble, die seit Jahrhunderten zur Tradition der Schwarzen gehören, und von denen man als Weißer besser die Finger läßt – weil sie durchaus wirken können.

 

Mir geht es hier jedoch um die moderne, gefährliche Variante des Satanismus, die von Geheimdiensten seit den 50iger Jahren als Tarnung für Menschenexperimente mißbraucht wird. Satanismus dient seither mehreren Zielen: außer der Faszination mehr oder weniger Geisteskranker, die sich dort ungestraft betätigen können und der wissenschaftlichen Versuche, ist immer eine schwarzmagische Komponente beteiligt. Was ist darunter zu verstehen? Nun – der ,,moderne Mensch“ hat gelernt, daß Magie ein altmodischer Aberglaube sei, der in unserer Zeit überholt ist und belachelt werden sollte. Diese Auffassung teilen aber nicht alle Zeitge­nossen, und außer den schon genannten, meist harmlosen ,,Freizeitmagiern“ und Esoterikern gibt es einen jahrhundertealten, verwurzelten Glauben an die Wirksamkeit der Magie, schwarzer wie weißer, in ebenso alten, eingesessenen Organisationen. lch spreche von den magischen Ritualen, die einen festen Bestandteil bei den Zeremonien von Logen und Bruder­schaften bilden. Nicht alle sind schwarzmagisch, die meisten mögen harmlos sein oder allenfalls ,,grau“. In den hoheren Graden der wichtigen Logen spielt die schwarze Magie jedoch eine ganz entscheidende Rolle und wird auch praktiziert. Man glaubt, mit gewissen Ritualen Macht ausüben zu können, je blutiger, desto mehr. Dies gipfelt in bewußtem Mißbrauch, Folter und Mord an Unschuldigen. Und die Unschuldigsten sind leider oft Kinder.

 

lch will hier nicht darüber spekulieren (und kann es auch nicht beurteilen), ob schwarze Magie nun funktio­niert oder nicht – meine Meinung dazu ist auch irrele­vant. Entscheidend ist, daß ein gewisser Kreis von Leuten davon uberzeugt ist und entsprechend handelt. Anders ausgedruckt: die Entführung und Mißhandlung von Unschuldigen sorgt für Menschenmaterial zu Forschungszwecken Opfer für magische Rituale und die Befriedigung niederer krankhafter lnstinkte.

 

Da die Spitzen der Logen meist mit den Spitzen der Gesellschaft identisch sind, wundert es nicht, wenn die Spuren solcher Verbrechen oft gerade dorthin führen – falls sie je so weit verfolgt werden. Daher wurde der belgische Kinderpornoskandal auch nie aufgeklärt und die engagierten Ermittler von höchster Ebene aus behindert und angegriffen. Auch in den Niederlanden waren hohe Regierungsstellen in die Kinderporno­ Affäre verwickelt. Daher erfahren wir  in  der  Presse nur dann etwas über Kindesentführungen und -mord, wenn der Täter ein nicht-autorisierter Einzelgänger war. Über die Tausende vermiẞter Kinder in Europa, die man nie mehr findet, hat man bei den Polizeibehörden allenfalls ein resigniertes ,,das ist halt leider so, wir wissen es auch nicht“. Und sie wissen es wirklich nicht – woher auch?

 

Um nicht zu sehr vom Thema abzuschweifen, werde ich hier speziell den Mißbrauch zu Forschungszwecken betrachten.

 

Therapeuten, die sich mit traumatisierten Patienten befassen (200) , stoßen immer wieder auf Entführungserin­nerungen durch Militärs (MILAB: military abduction) und im Rahmen satanistischer Rituale (SRA: satanic ritual abuse) – bei denselben Opfern! Es gibt Fälle, in denen sich SRA-Opfer an Personen in weißen Laborkitteln erinnern, die ihnen Elektroschocks verabreichten. (201) Da es unwahrscheinlich ist, daß dieselben Personen von

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199  G.&M. Grandt: ,,Schwarzbuch Satanismus“ , 1995, Pattloch, Augsburg H.&M. Lammer : ,,Verdeckte Operationen“

200   Dr. Colin Ross oder Valerie Wolf

201  H.&M. Lammer : ,,Verdeckte Operationen“ , 1997, Herbig-Verlag, München

 

zwei verschiedenen Gruppen abwechselnd entführt werden, muß ein Zusammenhang angenommen werden. Und einen solchen bestätigte höchstoffiziell niemand geringerer als William Colby, seinerzeit Chef der CIA, nämlich in der Existenz des berüchtigten Projekt MONARCH, in welchem Anfang der 60er Jahre erforscht wurde, wie sich durch satanische Rituale und andere Traumata multiple Persönlichkeiten erzeugen lassen. (202) Zu diesem Zweck benutzte man angsteinflößende ­ Rituale  in hexenartiger  Maskierung  (Tierfelle, Schädel, Messer), Zufügung von Schmerzen, sexuellen Mißbrauch und Drogen. Das Ziel war eine gespaltene Persönlichkeit, der man posthypnotische Befehle einpflanzte und die unter Kontrolle der eigenen Angst auf spezielle Situationen wie Attentate, Kurierdienste (Schmuggel) oder Spionage trainiert wurde, einschließlich der Suggestion zum Selbstmord, falls die Gefahr besteht, daß die programmierte Amnesie in einem Verhör zusammenbrechen könnte.

 

Ehemalige SRA-Opfer erinnern sich oft an Militärba­sen, zu denen sie gebracht worden waren. Eine davon ist die legendäre, Camp Hero-Basis‘ bei Montauk auf Long Island, über die schon diverse Bücher geschrie­ben worden sind, in denen Fakten und Fiktion eine wüste Mischung abgeben. Angeblich wurden dort phantastische Experimente an Menschen vorgenom­men (die Autoren selbst sehen sich als deren Opfer), die mit dem ,,Philadelphia-Experiment“ zusammenhin­gen, bei dem angeblich ein Schiff durch die Zeit kata­pultiert  wurde  und  ähnlich abstruse  Geschichten.

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202 R. Patton: ,,Project Monarch“, 1996, in ,,Paranoia 14″, S. 2ff

 

Charles Berlitz, der Autor des ,,Bermudadreiecks“, hat auch zu dem Schiff einen Bestseller geschrieben, der später verfilmt wurde. lch habe mich durch die Mon­tauk-Bücher gequält und bin zu dem SchluB gekom­men, daB sie verruckte Science-Fiction in die Welt setzen, entweder zur gezielten Verwirrung und Desin­formation, oder weil es, wie Lammer schreibt, durchaus möglich ist, daß die Autoren ,,Preston Nichols und Duncan  Cameron  an  Bewußtseinskontroll-  und  PSl­ Experimenten in Camp Hero teilnahmen und diese psychisch nicht verkrafteten..(203) Den Eindruck habe ich auch, denn die konfuse Mischung aus Dichtung und Wahrheit  ist typisch  für  ein  Mind-Control-Opfer,  das nicht mehr zwischen Erlebtem und Deckerinnerungen unterscheiden  kann.

 

Und hier stoßen wir auf eine Frage, die uns noch oft begegnen wird: Wenn die Autoren solch angeblich brisante militärische Geheimnisse preisgeben, wie ist es dann möglich, daß sie über Jahre hinweg unbehelligt Bücher schreiben, durch die Lande reisen und Vorträge halten können? Es gibt nur eine mögliche Antwort: weil sie etwas verbreiten, das im Sinne derer ist, die die Verbreitung leicht verhindern konnten. Nur – dann sind es keine ,,Geheimnisse“, sondern Desinformationen, also eine Mischung aus vielen Lügen mit ein bißchen Wahrheit. In der CIA gibt es einen speziellen Begriff dafür: ,,limited häng-out“, was man mit ,,beschränktem Eingeständnis“ übersetzen könnte. Man gibt etwas zu, das nicht mehr zu leugnen ist und mischt soviel Unsinn dazu, daß das Ganze insgesamt unglaubwürdig wird.

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(203) Lammer : ,,Schwarze Forschungen“, S. 57

Genau das ist bei Montauk der Fall. Denn dort haben wirklich geheime Forschungen stattgefunden, wie aus deklassifizierten Dokumenten hervorgeht, und zwar hauptsächlich das Projekt RAINBOW (auch: PHOENIX 2), bei dem ab 1983 die Beeinflussung der Dorfbevölke­rung durch ELF-modulierte Mikrowellen erprobt wurde. Außerdem wurden in den unterirdischen Anlagen auch Entführungsopfer ,,behandelt“. Den traurigen Fall der entführten Michelle und anderer SRA- und MILAB­ Opfer   beschreiben   H.&M.  Lammer   in  ihrem  Buch ,,Schwarze Projekte“ (S. 64ff) (204)

 

Auch der satanistische Marder Charles Manson (interessanterweise ist der Nachname das englische Wort für ,Freimaurer‘) stammt aus einem staatlich finanzierten Projekt: in der Haight-Ashbury Klinik entstand das erste Ghetto drogensüchtiger Jugendli­cher in den USA. Die Autorin Carol Greene vertritt die Ansicht, dort hatte man Manson und andere mittels Gehirnwäsche auf ihre Taten vorbereitet. (205) Nach seiner Entlassung aus der Klinik richtete Manson mit anderen am 9.8. 1969 ein bestialisches Massaker an, dem auch die schwangere Sharon Tate zum Opfer fiel.

 

Die satanistischen Aktivitäten der logengesteuerten Geheimdienste zogen weite Kreise. Ihnen ist u.a. die

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204 Obwohl die zahlreichen Protokolle und Berichte van Entfüh­rungsopfern sehr aufschlußreich  sind, kann ich sie aus Platzgründen hier nicht wiedergeben. Zum vertiefenden Studium verweise  ich auf die entsprechende  Literatur.

205 Carol Greene: ,,Der Fall Charles Manson – Marder aus der Retorte“,  1992, Wiesbaden-Nordenstadt

 

Gründung der Satanskirchen zu verdanken, die sich seit den 60er Jahren van Kalifornien aus verbreiteten. Eine der ersten war die ,,Church of Satan“ des Privat­detektivs La Vey, welcher auch Jane Mansfield ange­hörte. La Vey spielte in Polanskis Film ,,Rosemary’s Baby“ den Teufel, der Mia Farrow schwangerte. Er schrieb für seine Kirche die ,,Satanische Bibel“, in der sich auch ein Kapitel über die Auswahl von Mensche­nopfern findet.  Zweiter Mann nach La Vey war der Satanspriester Dr. Michael Aquino, Oberstleutnant der US-Armee, Vietnamkämpfer und – so ein Zufall – Offizier bei der Abteilung für Gegenspionage und psychologische Kriegsführung. Er organisierte für die Satanisten öffentliche Konferenzen und Symposien, bis er aufgrund von Differenzen mit La Vey 1975 seine eigene Kirche gründete: den ,,Temple of Seth“ (die ägyptische Entsprechung des Teufels). 1981 schrieb Aquino mit Colonel Vallely, ebenfalls Spezialist für psychologische Kriegführung, einen Artikel in der Zeitschrift ,,Military Review“. Dort führt er aus, daß die Massenmedien neutraler und feindlicher Länder mit Mind-Control beeinflußt werden, um die Einwohner US­-freundlicher zu machen. Dies wird als ,,mind war“ (Bewußtseinskrieg) bezeichnet. Er bestätigt auch den Einsatz van ELF-Wellen.

 

1987  kam  es  an  der  Presido-Armeebasis,   wo  Dr. Aquino  arbeitete, zu einem Skandal: etwa 60 Kinder behaupteten,  rituell  mißbraucht  worden  zu  sein.  Dr. Aquino und seine Frau Lilith wurden beschuldigt, daran beteiligt gewesen zu sein und angeblich von einem der Mädchen wiedererkannt. Die Untersuchungen verliefen im Sande, doch meldeten sich danach mehrere MILAB-Opfer, die Aquinas Beteiligung an Experimenten mit Hypnose und Folter bezeugten. Unter ihnen waren einige, die offenbar beim Projekt MONARCH zu Versuchszwecken entführt warden waren. Bei dem Skandal stellte sich heraus, daß enge Mitarbeiter Aquinas im ,,Temple of Seth“ ebenfalls Offiziere des militärischen   Geheimdienstes   waren,   darunter   ein Lieutenant und ein Captain. (206)

 

Wie hoch die Zahl der Opfer satanistisch-militärischer Projekte wirklich ist, werden wir wohl nie erfahren. Auch wenn die Zahl von mehr als einer Million verschwunde­ner Kinder, die nach Meinung des Theologen Fritz Springmeier aus Lincoln seit 1940 Opfer von MONARCH und ähnlichen Aktivitäten wurden, sehr hochgegriffen erscheint, so durfte doch die Mehrzahl der spurlos Verschwundenen damit zu tun gehabt haben. Wie sonst ist es zu erklären, daß jährlich zigtausende US-Bürger einfach so verschwinden, ohne daß man Spuren oder eine Leiche findet? Die vielen wilden Tiere, die es dort noch geben soll, hatten ein ziemliches Pensum zu bewältigen, im ,,Land der Freien“ – besser: der ,,Vogelfreien“.

 

Wir sollten uns auf noch so manche Überraschung aus dem militärischen Psycho-Sumpf gefaßt machen.

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206 Die ganze Geschichte samt Quellen finden Sie bei Lammer: „Schwarze Forschungen“, S. 128ff

Auszug aus:

https://archive.org/details/Das Gegenteil Ist Wahr Teil I